Musik
BandXsz gibt jungen Talenten eine Bühne
Sieben Acts, viel Applaus und ein Publikum, das mitging: Die BandXsz-Vorausscheidung im Mauz zeigte, wie lebendig und vielfältig der musikalische Nachwuchs in und um Einsiedeln ist.
Am Samstag wurde das Mauz in Einsiedeln zum Treffpunkt der jungen Musikszene. BandXsz machte mit seiner zweiten Qualifikationsrunde Halt im Dorf und bot dem Nachwuchs genau das, was vielen am Anfang ihrer Laufbahn fehlt: eine echte Bühne, ein aufmerksames Publikum und professionelle Rückmeldungen. Der Anlass war gut besucht, die Stimmung offen und unterstützend. Freunde, Eltern, Verwandte und Bekannte standen ebenso vor der Bühne wie neugierige Musikfans – und sie alle machten mit, sangen mit und spendeten viel Applaus. Die Moderation übernahm Seraina Manetsch.
Diese Acts standen in Einsiedeln auf der Bühne
Sieben Formationen und Solokünstlerinnen beziehungsweise Solokünstler nutzten die Vorausscheidung im Mauz, um ihr Können vor Publikum und Jury zu zeigen. Mit dabei waren Leadrain aus Einsiedeln, Three Seconds of Silence, Different Mind von der Musikschule Einsiedeln, Chasch mer Jan sege, Elin, albertos aus Einsiedeln sowie Kawa Ghazal. Die Auftritte zeigten die stilistische Breite des BandXsz: Von Metal und Rock über Pop bis hin zu ruhigeren, persönlichen Songs war alles vertreten. Gerade diese Vielfalt machte den Abend abwechslungsreich und zeigte, wie unterschiedlich sich junge Musik heute präsentiert.
Mehr als ein Wettbewerb
Gerade dieser Fördergedanke steht für Markus Bold, der in der Jury Einsitz hat, im Zentrum. BandXsz sei für ihn kein Anlass, bei dem einfach beurteilt werde, was gut und was schlecht sei. Vielmehr gehe es darum, Jugendlichen eine Plattform zu geben, auf der sie unter realen Bedingungen – also in einer echten Konzertsituation – ihr Talent zeigen könnten. Manche Künstlerinnen und Künstler würden auf die-ser Bühne ihr Innerstes ausdrücken und wahre Kunst zeigen, sagt Bold. Genau deshalb gebührt der Respekt vor allen Auftretenden.
Feedback, das weiterhilft
Nach jedem Auftritt erhält jeder Act ein Jurygespräch. Dieses direkte Feedback ist ein Kernstück des Formats. Laut Bold soll es den jungen Musikerinnen und Musikern tatsächlich etwas bringen – als Hilfe für die nächsten Schritte, nicht als blosses Urteil. Zwar müsse die Jury am Ende auch bewerten, wer ins Finale einzieht. Genau darin liege aber die Krux: Wer den Mut habe, auf eine Bühne zu stehen und etwas Eigenes zu präsentieren, verdiene zunächst einmal höchsten Respekt.
Dass die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind, machte auch der Abend im Mauz deutlich. Einige Bands wirkten bereits erfahren und routiniert, andere sammelten hier womöglich ihre ersten Live-Erfahrungen vor Publikum. Genau diese Mischung macht den Reiz von BandXsz aus. Es geht nicht nur um einen Wettbewerb, sondern auch um Entwicklung, Austausch und erste Kontakte in die Szene. Nicht alles funktionierte bei allen Talenten nach Plan. Spannend war, dass sie selbst die grössten Kritiker sind und besser merken als die Zuschauer, wann etwas «schief» ging.
Netzwerk und Förderung
Denn BandXsz versteht sich bewusst als mehr als nur ein Contest. Die Organisation bietet jungen Acts nicht nur Bühnenerfahrung, sondern auch ein Netzwerk. Daraus können weitere Auftritte, Coachings, Aufnahmemöglichkeiten oder Unterstützung bei der Suche nach einem Probenraum entstehen. Damit wird BandXsz für viele junge Musikerinnen und Musiker zu einem ersten wichtigen Schritt in der regionalen Musikszene.
Ein Abend mit viel Rückhalt
Der Abend in Einsiedeln zeigte eindrücklich, dass dieses Konzept funktioniert. Das Mauz war nicht einfach Austragungsort einer Vorausscheidung, sondern für ein paar Stunden ein Raum, in dem junge Musikerinnen und Musiker ernst genommen wurden. Das Publikum trug seinen Teil dazu bei: aufmerksam, wohlwollend und mit ehrlicher Begeisterung. Besonders beeindruckend war auch die Unterstützung aus dem privaten Umfeld der Auftretenden. Freunde, Eltern, Onkel und Grossmütter besuchten den Anlass, um ihre Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen. So wurde aus einem Wettbewerb vor allem eines – eine Bühne, auf der junge Kunst wachsen kann.
Einsiedler Anzeiger / Stefan Bisig
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Einsiedler Anzeiger
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