Literatur
Huwylers Auftragskillerin auch als Opfer brandgefährlich
Morgenstern-Fall Nr. 8: Die kultigste Auftragskillerin der Welt wird gekidnappt – keine gute Idee!
Stellen Sie sich vor: Sie stehen nichtsahnend auf der Straße, als plötzlich eine Gruppe Maskierter auftaucht und die Person neben Ihnen entführt. Ihr Reflex? Weglaufen – selbstverständlich. Doch Violetta Morgenstern denkt nicht im Traum daran. Die pensionierte Lehrerin und staatlich legitimierte Auftragsmörderin zwängt sich kurzerhand gegen den Willen der Täter ebenfalls in den dunklen Van.
Mit diesem irrwitzigen Einstieg eröffnet der Schweizer Nr.-1-Bestsellerautor Marcel Huwyler den achten Fall seiner wohl lässigsten Antiheldin unter der Sonne – und legt damit den Grundstein für eine Kette von Ereignissen, die immer absurder, schneller und schärfer werden.
Huwyler spannt den Bogen souverän von gesellschaftlich relevanten Themen wie Energiewende und Weltwirtschaftsforum über eine hinterhältige Erpressung bis hin zu einem europäischen Königshaus. Doch nicht nur der Plot sorgt für Hochspannung: Im Zentrum steht der Schlagabtausch zwischen Morgenstern und der jungen Aktivistin Lotta, dem eigentlichen Entführungsopfer. Zwei Generationen, zwei Weltbilder – und so viel Reibung, dass die Funken fliegen. Allerdings nicht im romantischen Sinn.
Wie gewohnt spielt Huwyler mit Klischees, überzeichnet gnadenlos und beweist erneut, dass exzentrische Figuren seine absolute Spezialität sind. Er entfesselt das Chaos mit unvergleichlichem Tempo und schwarzem Humor – und bringt es zugleich meisterhaft unter Kontrolle. Selten war Morgenstern so pointiert, so scharf, so unterhaltsam.
Violetta Morgenstern will eigentlich nur in den Urlaub, doch stattdessen gerät sie mitten in eine Geiselnahme – und lässt sich kurzerhand selbst verschleppen. Während sie im Versteck der Kidnapper ihre ganz eigene Lösung des Problems plant, sucht ihr Kollege Miguel Schlunegger fieberhaft nach ihr. Seine Spur führt zu einem Komplott, das bis zum Weltwirtschaftsforum in Davos reicht, wo über die Zukunft der Welt verhandelt wird. Morgenstern allerdings hat längst beschlossen, diese Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Marcel Huwyler, geboren 1968 in Merenschwand, arbeitete viele Jahre als Journalist und schrieb Reportagen aus aller Welt. Heute lebt er an einem See in der Zentralschweiz und gilt als einer der originellsten Stimmen der Schweizer Crime-Comedy.
Infos
Titel: Frau Morgenstern und die Entführung
Autor: Marcel Huwyler
Verlag: Graffit
Kriminalroman, kt., 288 Seiten
ISBN 978-3-98659-029-1
Erscheint am 25. August 2026
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Autor
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Kategorie
- Literatur
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