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Jubiläums‑Jodlerabend begeisterte ausverkauften Saal
Mit einem ausverkauften Jodler-Dinner feierte der Jodlerclub Brunnen sein 70‑jähriges Bestehen. Dank Dreigangmenü, Alphornklängen und überraschenden musikalischen Ausflügen wurde der Abend zu einem einzigartigen Fest gemäss dem Motto «traditionell – originell».
Bereits vor 19 Uhr strömten die Gäste in den festlich geschmückten Saal – und schnell war klar: Das Jubiläumskonzert des Jodlerclubs Brunnen in der Aula Brunnen würde ein besonderer Anlass werden. Die Bühne war als Dorfplatz gestaltet mit den Fassaden der Restaurants Löwen und Ochsen. In dieser Theaterkulisse führten zwei Herren durch den Abend: der Bauer und der Banker, dargestellt von Alois Fischlin und Adrian Schmidlin. Mit Charme, Witz und pointierten Dialogen verbanden sie die einzelnen Programmpunkte und sorgten immer wieder für Schmunzeln. Die Mischung aus Kulinarik und Konzert erwies sich als voller Erfolg.
Musik zwischen den Gängen
Nach dem Eröffnungsjodel und der Begrüssung durch die Präsidentin Claudia Fischlin wurde mit dem Lied «Blueme» von Polo Hofer der Abend richtig lanciert. Zwischen Vorspeise, Hauptgang und Dessert wechselten sich traditionelle Jodellieder, Solostücke, modernere Elemente sowie historische Einblicke ab. Immer wieder wurden Bilder aus 70 Jahren Vereinsgeschichte eingeblendet: alte Gruppenbilder, Auftritte, Ausflüge, Reisen und besondere Momente des Vereins. Zudem wurde das neue Vereins-T-Shirt präsentiert. Ein erster Höhepunkt war die Alphornaufführung mit dem Ehrenpräsidenten, dem 98-jährigen Walter Fumey, zusammen mit Bruno Bucheli und Peter Gamma.
Blues, Niederdorfoper und ein lediger Hürlimann
Doch das Programm blieb nicht ausschliesslich traditionell, sondern war auch originell: Der «Äntlibuecher Kafiblues» (inklusive Kaffeeservice) sorgte für überraschte Gesichter, während Ausschnitte aus der kleinen Niederdorfoper mit den Solisten Armin Schmidig und Conny Camenzind auf der Bühne für theatralische Akzente sorgten. Die Jodlerinnen brachten das Publikum beim «Hefelied» und mit ihren Kostümen zum Schmunzeln, und die Parodie beim Stück «Ledig blibt de Hürlimaa» brachte das Publikum zum Johlen. Die Mischung aus Selbstironie und Spielfreude zeigte, dass viel Humor im Verein steckt.
Wenn das Publikum zur Stimme wird
Mehrmals wurde das Publikum eingeladen, bei bekannten Liedern mitzusingen – ein Angebot, das viele Gäste begeistert annahmen. Das verlieh dem Abend etwas Familiäres und zeigte, wie lebendig und verbindend die Jodlertradition ist. Claudia Fischlin und Sandra Horat sorgten dann mit dem Jodellied «Di heiterblaue Auge» (Willi Valotti, Beat Jäggi) noch für eine letzte Überraschung, bevor alle, die den Geburtstagsjuuz kannten, auf die Bühne eingeladen wurden. Und siehe da, die Bühne füllte sich zum gemeinsamen musikalischen Abschluss.
Ein Abend, der in Erinnerung bleibt
Für zusätzliche Stimmung sorgte die Kapelle Adlerspitz-Buebä. Mit lüpfigen Stücken brachte sie immer wieder Bewegung in den Saal, besonders als nach dem offiziellen Teil die Bühne für den Tanz freigegeben wurde. Das Jodler‑Dinner zum 70‑Jahr‑Jubiläum verband Genuss, Musik und Gemeinschaft – und zeigte eindrücklich, wie vielseitig und zeitgemäss ein Jodlerabend sein kann. Dieser Jubiläumsabend wird als würdiger Höhepunkt in die Geschichte des Jodlerclubs Brunnen eingehen.
Bote der Urschweiz / Cornelia Bürgi
Autor
Bote der Urschweiz
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- Musik
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