Musik
Jugendliche Solisten beeindruckten
Letzten Donnerstagabend lud die Stiftsschule zu einem besonderen Konzertabend ein: Eine gelungene Mischung von Musikstilen mit verschiedenen Formationen. Jugendorchester und Kammerensemble beeindruckten dabei ganz besonders.
Man hätte diesem gelungenen Abend etwas mehr Publikum gewünscht. Da waren die Eltern und Bekannten der Auftretenden anwesend, eine Art «Heimspiel » für die Sängerinnen und Sänger sowie die Musikerinnen und Musiker. Die Bühne war fast zu gross, und auch der Theatersaal liess irgendwie kein Konzertfeeling aufkommen.
Dirigent Simon Haldemann dirigierte die «Cum Anima»-Sängerinnen und -Sänger sehr exakt und holte alles, was sie geben konnten. Die Männerstimmen und die Damen im «Alt» waren mit vollem Einsatz dabei, während die jungen Sopranistinnen mit ihren zarten Stimmen wohl noch nicht viele Male auf einer so grossen Bühne standen. Aber auch sie gaben alles. Die Spirituals kamen rhythmisch daher und verleiteten das Publikum zum spontanen Mitklatschen. Daneben gefiel mir das «Ich fall aus allen Wolken» und Ed Sheerans «Castle on the Hill». Mit grossem Applaus gingen die Sängerinnen und Sänger von der Bühne.
Orchester und Solisten beeindruckten
Den Konzertmittelteil bestritten die Streicher. Die Jugendorchester Kleinformation bewirkte gleich zu Beginn mit dem gefühlvoll wiedergegebenen «You Raise Me UP», dass es im Saal mucksmäuschenstill wurde. Alle Zuhörenden genossen das gefühlvoll wiedergegebene Stück. Ihm schloss sich «Pulse» von Robert Buckley an, gekonnt dargeboten.
Und dann wuchs das jugendliche «Gesamtorchester» mit Vivaldis «Concerto in D-Moll» förmlich über sich hinaus. Wunderschön, wie das barocke Werk unter der Stabführung von Michael Raeber-Köck daher kam. Und das beeindruckte ganz besonders: Die jugendlichen Solisten meisterten ihren Part, wie wenn sie schon ewig in einem Klasseorchester spielen würden. Wunderbar dieser Vivaldi, dem man eigentlich zur Wiedergabe den Fürstensaal gegönnt hätte.
Für das «Tüpfelchen auf dem i» war dann das Kammerensemble des Jugendorchesters besorgt. Die beiden «Tempo-Stücke », ein Csardas und das «Fiddle- Faddle», unter der Leitung von Lukas Meister, waren mitreissend gespielt, waren dynamisch und äusserst präzis. Ein grosses Vergnügen, den Jugendlichen zuzuhören und zu sehen, wie atemberaubend schnell sie über ihre Instrumente strichen.
Den Abschluss machte mit der Stiftsschulband eine Formation, die mit ganz anderer Musik daher kam, laut, dreckig und auch fröhlich. Mit «What makes you beautiful» von «One Direction» verbreiteten sie zum Schluss viel Fröhlichkeit. Und was mir auffiel: Die Schlagzeugerin gab den Rhythmus auf einem «Ludwig»-Schlagzeug. Ein Schlagzeug dieser Marke benutzten damals schon die «Beatles». Wenn das kein gutes Omen ist?
Einsiedler Anzeiger / Paul Jud
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Einsiedler Anzeiger
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