Musik
Kammerkonzert mit zwei unterschiedlichen Werken
Am Wochenende konzertierte das Bläserensemble Quintetto Classico zusammen mit einem Quartett aus Streichern in Siebnen und Schindellegi.
Das Bläserensemble Quintetto Classico, bestehend aus Fabienne Bissig (Flöte), Valentijn Mouton (Oboe), Roman Hutzmann (Klarinette), Helene Bieri (Horn) sowie Corinne Diethelm (Fagott) schloss sich für die beiden Konzerte mit einem Streicher und drei Streicherinnen zu einem Nonett zusammen. Die acht versierten Musikerinnen und Musiker überzeugten am Sonntag ein sichtlich beeindrucktes Publikum in der Aula das Maihofschulhauses in Schindellegi mit zwei unterschiedlichen Werken. Tags zuvor konzertierte das Nonett in der reformierten Kirche in Siebnen. Die bereits schon zu Lebzeiten berühmte Komponistin Louise Farrenc komponierte das «Nonetto op. 38» im Jahr 1849. Bei den vier Sätzen konnten sich die Zuhörer an schönen, lieblichen, teils romantischen und beschwingten Melodien erfreuen. Wie Roman Hutzmann bei der Ansage erklärte, orientiert sich dieses Werk an der Wiener Klassik, zu der sich unter anderem Schubert, Beethoven und Mozart zählen.
Ein Werk zum Geniessen
Dies zeigte sich besonders im sehr feinen, melodiösen und lieblichen Satz «Andante con moto-Allegretto». Einem beinahe Menuett artigen Beginn der Streicher folgte ein sehr feines Miteinander mit schönen Soli. Im lebhafteren Teil erinnerten vorwitzige Tonfolgen an Vogelgezwitscher. Der zweite Programmteil war be-sonders anspruchsvoll, denn das «Nonet No. 2» stellt insbesondere rhythmisch und wegen der Virtuosität grosse Anforderungen an die Spielenden. Nichtsdestotrotz meisterte das Quintett Classico auch dieses Werk zusammen mit den Streichern Silvia Solari (Violine), Kathrin Degen (Viola), Andrea Stahlberger (Cello) und Joël Küchler (Kontrabass) scheinbar mühelos und ausdrucksstark zur Freude des Publikums.
Beeindrucktes Publikum
Der tschechische Komponist Bohuslav Martinu schrieb «Nonet No. 2» bereits todkrank in den letzten Monaten seines Lebens im Jahr 1959. Vielleicht mag dies der Grund sein, weshalb der zweite Satz, das «Andante» sehr melancholisch, anklagend, sehnsuchtsvoll und mit grosser Trauer behangen daherkommt. Fröhlich, beschwingt und sehr lebhaft hingegen zeigten sich der erste und dritte Satz «Poco Allegro» und «Allegretto». Schnelle, virtuose Tonfolgen, die manchmal gewollt wirr ertönten, wurden von feinen, manchmal slawisch anmutenden oder dann wieder sehnsuchtsvollen Passagen abgelöst.
Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Verena Blattmann
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