Musik
Mit schwierigen Stücken aus Lager zurückgekehrt
65 Schwyzer Jugendliche lebten in ihrem Lager eine Woche lang wie Profimusiker. Beim Abschlusskonzert zeigten sie ihr Können.
Jeden zweiten Sommer verreist das Schwyzer Kantonale Jugendblasorchester (SKJBO) in ein Lager. Die Probearbeiten dauern dort bis zu neun Stunden täglich. Nach der intensiven Probewoche in Liestal kehrten die Jugendlichen am Wochenende zurück und präsentierten vor Angehörigen und weiteren Zuhörern ein Konzertprogramm auf höchstem Niveau. In Küssnacht, wo das Orchester am Sonntag zum Abschluss auftrat, spielte es an einem heissen Abend vor vollem Saal im kühlen Monséjour. Nach einem hymnischen Werk aus der Frühzeit der Blasmusik folgte schon zu Beginn das ausgedehnte Solostück des Konzerts: «Il Concerto» des spanischen Komponisten Oscar Navarro.
Das Publikum in Bann gezogen
Seit Langem integriert das SKJBO jeweils einen Ehemaligen als Solisten. Diesmal stand Musikpädagoge Christoph Marty an der Klarinette im Rampenlicht. Von Frank Zappa, dem vor 25 Jahren verstorbenen Rockmusiker, stammte danach das schwierige Stück «Dog Breath Variations », dessen Klangfolgen mit «torkelnd » umschrieben werden können. «Es bereitete uns viel Kopfzerbrechen», erklärten die Orchestermitglieder Nadia Scherer und Deborah Züger in ihrer Anmoderation. Ausserdem meinten sie scherzhaft: «Die Nachbarn waren wahrscheinlich froh, als wir gestern abgereist sind.» Im Gegensatz dazu war bei Eric Whitacres «Ghost Train» das Pfeifen und Dampfen eines Zugs aus dem Wilden Westen gut erkennbar und zog das Publikum in seinen Bann. «Die Zukunft der Musikvereine war am Lager dabei», sagte OK-Präsident Mathias Bachmann erfreut. Er bedankte sich bei Dirigent Urs Bamert, der bereits zum zwölften Mal die musikalische Leitung innehatte und die 65 Jugendlichen aus dem ganzen KantonsgebietwiederumzurHöchstformanimiert habe. Bamert ist auch Ausbildner beim nationalen Programm «Jugend und Musik». Als eines der ersten Angebote im Kanton Schwyz wurde das SKJBO-Lager durchdieses neue Förderprogramm mitfinanziert.
Bote der Urschweiz / Patrick Kenel
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Bote der Urschweiz
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