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Morschach tauchte in die Belle Époque ein

Am Wochenende blickte Kultur Morschach mit zahlreichen Anlässen auf über 150 Jahre legendäre Hotellerie zurück.

Mit einem vielseitigen Programm schaute Kultur Morschach am Wochenende auf die legendäre Hotelleriegeschichte zurück. Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, in die Glanzzeit von Morschach einzutauchen und Vergangenheit und Gegenwart zu vergleichen.

Den Auftakt des zweitägigen Festes bildete am Samstag ein gut besuchter Rundgang zum Axenstein. Auf der «Bergtour» erklärte «Gärtner Otto» alias Patrik Kälin Wissenswertes über die ehemalige Hotellerie und die früheren Gastbetriebe. Das Grand Hotel Axenstein verfügte in seinen besten Jahren über 300 Betten. Die dortigen Mammutbäume sind heute über hundert Jahre alt und wachsen immer noch gegen den Himmel. Als ältester Morschacher Gastbetrieb gilt die um 1770 erbaute Pension Betschart, die bis heute als Restaurant betrieben wird.

Für Unterhaltung sorgte im Swiss Holiday Park die Vorführung von «Grand Hotel Excelsior» von Meinrad Inglin, der selbst oft auf dem Axenstein zu Gast war. Der Film traf den Geschmack des Publikums und fügte sich gut ins Thema des Wochenendes ein. Am Abend stand der «Waldstätterhof» in Brunnen im Mittelpunkt. Der Gala-Belle-Époque-Abend mit Dinner, Tafelmusik und Tanz des Franz-Lehár-Quartetts bildete einen stilvollen Höhepunkt des ersten Tages. Die Gäste erschienen passend zum Anlass in historischer Kleidung.

 

Originalgedeck aus dem Grand Hotel Axenstein

Das Sonntagsprogramm eröffnete Richi Schuler auf der Schulanlage mit Alphornklängen. Familienchroniken der Axenstein-Gründer, die Unternehmerdynastien Eberle und Theiler, Originaldokumente, alte Hotelbilder und Aufnahmen aus der Belle-Époque-Zeit stiessen auf grosses Interesse. Besonders beachtet wurde das Originalgedeck aus dem Grand Hotel Axenstein. Für das kulinarische Angebot sorgten Streetfood-Anbieterinnen und -Anbieter sowie ein Belle-Époque-Café. Mit Episoden aus Meinrad Inglins «Werner Amberg» trug Pater Adrian Willi zusätzlich zur Stimmung des Anlasses bei, genauso wie die musikalische Unterhaltung. Kultur-Morschach-Präsident und Initiant Alois Keller zog ein erfreuliches Fazit und bezeichnete den Anlass trotz des heissen Wetters als erfreulichen Erfolg. Für die Vorbereitung hatte er im Vorfeld mehr als 2000 Stunden aufgewendet.

 

Bote der Urschweiz / Ernst Immoos

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Bote der Urschweiz

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Publiziert am

15.06.2026

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