Dies & Das

Treffpunkt für Kulturliebende eröffnet

Das Kulturhaus am Rigi feierte Eröffnung und kommt mit seinem Angebot dem grossen Hunger nach kulturellen Anlässen entgegen.

2022 wurde in Küssnacht ein innovatives Projekt gestartet: Das Kulturhaus Maihof wurde eröffnet. Drei Jahre lang war es ein Treffpunkt für Kulturbegeisterte und weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt. Die Vision eines Treffpunktes für Kultur, Kreativität und Gemeinschaft starb nicht mit der Schliessung im vergangenen Jahr, als die Zwischennutzung endete. Im Gegenteil: Die Initianten Nadia Tattersall, Nicolas Wittwer, Nadja Ferrari, Carmen Paolucci, Tom Höpping und Alexander Dietz suchten eine Lösung, um weiterhin kulturellen Zauber bieten zu können – und stiessen auf das seit fast zwölf Jahren leer stehende Restaurant Gotthard im Oberdorf. Innert nur rund drei Monaten entstand dort ein neues Bijou.

 

Gemeinsam zu einem wunderbaren Kulturort

Zahlreiche Personen aus der Nachbarschaft, lokale Persönlichkeiten, Kulturliebhabende, Kunstschaffende und Neugierige kamen am Sonntag auf einen Augenschein anlässlich der Eröffnung vorbei. Viele helfende Hände standen der ehemaligen Maihof-Crew zur Verfügung, «auch wenn die Malerarbeiten begehrter waren als das Putzen», wie Nadia Tattersall mit einem grossen Lachen festhielt. Astrid Erni war eine der Tatkräftigen: «Es ist so wohnlich und gemütlich geworden. Als ich die Räume zum ersten Mal sah, konnte ich mir das nicht vorstellen, es war alles viel dunkler.» Gefordert war beim Umbau auch der Küssnachter Architekt Tom Baumann, der neu die Kulturhaus-Crew verstärkt. Es galt, ein Konzept zu erarbeiten sowie die Räumlichkeiten auf den heutigen technischen Stand und in Einklang mit den Bau- und Brandschutzvorschriften zu bringen. Nicolas Wittwer sprach in seiner Begrüssungsrede von einem grandiosen Ort mit viel Energie. Das Haus sei für alle da, und gerne würden sie Ideen entgegennehmen. Er befand: «Eigentlich bräuchte ja jede grössere Gemeinde so ein Kulturhaus. »

 

Das «Godi» schreibt eine neue Geschichte

Die Küche wurde zu Atelierzwecken umfunktioniert, die Retrobar und der ehemalige Gastraum bleiben ein Treffpunkt für Vereine. Im früheren Speisesaal werden künftig verschiedenste Anlässe stattfinden. Im Zentrum des hellen Raums steht ein wunderschöner, vom Verein Beflügelt gesponserter Bechstein-Flügel. Elena Vinogradova präsentierte dessen wunderbaren Klang dem Publikum und freute sich über das neue Kulturangebot: «Es ist berührend, dass nun so viele Kunstschaffende unter einem Dach vereint werden.» Nadia Tattersall sinnierte, dass der Geist vom «Godi» nun wieder auflebe. An diesem Ort seien viele Geschichten und Begegnungen entstanden, und nun würden weitere folgen. «Alt und Jung sollen hier voneinander lernen dürfen, sich begegnen und kreativ sein.» Auch Frau Statthalter Petra Gamma Grüter freute sich über den neuen Begegnungsort und dankte der Crew für den riesigen Effort zugunsten des Bezirks. Das Programm wird ähnlich dem des Maihofs sein, aber mit mehr Platz und Möglichkeiten. Ein lebendiger Ort, der Begegnungen von Kunstschaffenden und Kulturliebhabenden ermöglicht und in dem Herkunft und Alter keine Rolle spielen, wurde geschaffen, und ein neues Kapitel der Küssnachter Kulturgeschichte wurde geöffnet.

 

Bote der Urschweiz / Stefanie Henggeler

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Bote der Urschweiz

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Publiziert am

03.03.2026

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