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«Gemeinsam das Brauchtum in die Zukunft tragen»
105. Mitgliederversammlung Zentralschweizerischer Jodlerverband ZSJV in Galgenen: Der Zentralschweizerische Jodlerverband ZSJV stellt sich den aktuellen Herausforderungen mit einem neuen Präsidenten und zwei neuen Vorstandsmitgliedern. Wesentlicher Bestandteil der Mitgliederversammlung in Galgenen am letzten Samstag waren die zahlreichen Ehrungen.
Im ZSJV sind gut 3700 Personen der Sparten Jodel, Alphorn und Fahnenschwingen aus sieben Kantonen vereint, im Eidgenössischen Jodlerverband EJV sind es mehr als 15’500. Röbi Ruoss, Präsident des Siebner Jodlerklubs Sängertreu und OKP, konnte rund 500 Stimmberechtigte zur 105. Mitgliederversammlung des ZSJV in Galgenen begrüssen. Für die Gruppen- und Veteranenehrung reis-ten noch einmal mehr als 200 Personen an. ZSJV-Vizepräsident Ivo Steiner – im Vorstand Alphornobmann – führte souverän durch die 16 Traktanden. Mit dabei auch Karin Niederberger, die Präsidentin des EJV, der Schwyzer Landammann Michael Stähli und weitere Behördenvertreter.
Mit den Wahlen konnten mehrere Lücken im ZSJV-Vorstand geschlossen werden. Als Präsident wurde Patrick Roth (Jodlerklub Heimelig Schwyz) gewählt. «Ich will zuhören, Brücken bauen und gemeinsam mit euch das Brauchtum in die Zukunft tragen », versprach er. Neu gewählt wurden auch Daniela Bieri aus Kriens (Finanzen) und Samantha Achermann aus Bürglen (Sekretariat). Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Silvia Hafner, die jedoch ad interim das Ressort Berichterstattung für die Verbandszeitschrift weiterführt.
Erfreuliches …
Gleich dreimal kam Freude auf: bei der Bilanz des Jodlerfestes in Menznau 2025. «In allen Bereichen erfolgreich», konnten drei OK-Mitglieder vermelden. Thomas von Arx, OK-Vizepräsident des kommenden Eidgenössischen Jodlerfests in Basel, freut sich, «die Schweiz in unsere Stadt zu bringen». Fasnächtlich angehaucht zusammengefasst: «D Wält tuet brodle, Basel tuet jodle.» Dies vom 26. bis 28. Juni. Von neuen Wegen berichteten zwei Vertreter des ers-ten Eidgenössischen Jugend-Jodelfestes vom 11. bis 13. September in Grindelwald. Hier geht es konkret um die Zukunft des Brauchtums.
… und Herausforderungen
Das einzig Konstante – auch im Brauchtum – ist der Wandel. Aktuell geht es um die Themen Jodlerfeste und Jurierung. Verbands-Jodlerfeste sind erfreulich gewachsen und bieten Möglichkeit, sich für die Eidgenössischen Feste zu qualifizieren. Es finden sich aber kaum mehr Organisatoren dafür. Der ZSJV schlägt deshalb für 2026 einen Qualifikationsanlass ohne Jodlerfest im September in Bellinzona vor. Für 2027 ist noch nichts spruchreif. Angedacht ist ein Turnus für alle Verbandskantone. Zu wenig Juroren und die Rangliste mit Klassen werden bereits auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Für ein neues Jurierungssystem mit Noten statt den bisherigen Klassen gab es in einer Konsultativabstimmung viel Akzeptanz.
Treue in allen Wetterlagen
Die Gruppen- und Veteranenehrungen haben an den ZSJV-Versammlungen grossen Stellenwert. Karin Niederberger als «höchste Jodlerin der Schweiz» gratulierte 6 Gruppen, 33 Ehrenveteranen und -veteraninnen sowie 55 Veteranen und Veteraninnen persönlich mit dem Hinweis, dass in allen Wetterlagen das Herz als Takt- und Sinngeber zähle. Durch das Programm mit 15 musikalischen Darbietungen führte Alfons Birbaum. Aus dem Kanton Schwyz wurden geehrt: Gruppen: Jodlerklub Waldstatt-Echo Einsiedeln (75 Jahre). 50 Jahre, Ehrenveteran: Maria Arnold-Schuler, Küssnacht; Lisbeth Dober-Korner, Küssnacht; Alfred Fuchs, Einsiedeln; Margrith Mächler-Landolt, Wangen; Käthy Ruhstaller-Reichmuth, Einsiedeln, Josef Schelbert, Unteriberg. 25 Jahre, Veteran: Franz Betschart, Küssnacht; Josef Kuriger, Egg; Luzia Züger, Siebnen, Nicole Hotz-Ehrler, Ibach.
Einsiedler Anzeiger / Frieda Suter
Autor
Einsiedler Anzeiger
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