Dies & Das

Der Einsiedler Anzeiger nahm die Besucher mit auf eine Zeitreise

Am vergangenen Samstag öffnete der Einsiedler Anzeiger seine Türen. Zwei Fotoausstellungen, Filmvorführungen und Einblicke ins Zeitungsarchiv begeisterten die vielen Besucher.

Zumindest in den letzten 11 Jahren, seit dem ich beim Einsiedler Anzeiger arbeite, hat es das noch nie gegeben. Wir haben unsere Türen geöffnet und einen kleinen Tag der offenen Türe mit einer Fotoausstellung und einem offenen Archiv gefeiert. Die Besucheraufmarsch am letzten Samstag war sehr erfreulich. Von 9 bis 17 Uhr war das Haus Rosenegg ständig sehr gut besucht. Zu sehen gab es die grosse Aufnahme von Einsiedeln, welche den Eingangsbereich schmückt, eine alte Schreibmaschine, welche als Gästebuch genutzt wurde, alte Fotoapparate und dann eben die Fotografien selbst. Ich durfte die Bilder aus den letzten 10 Jahren ausstellen, die ich im Rahmen von Reportagen für den Einsiedler Anzeiger machte. Die Renovierungen der Klosterglocken, oder des Kirchturms Bennau waren besondere Highlights. Eindrücklich und tragisch war der Brand des Bauernhofs Rossmatte in Trachslau. Die Nachtschicht bei der Stadtpolizei in Zürich oder auch die Kranreportage beim Einsiedlerhof brachten Bilder hervor, die man so nicht alle Tage zu Gesicht bekommt.

 

Bilder aus dem Archiv

Besonders viel zu reden gab die kleine Ausstellung mit Bildern aus unserem Fotoarchiv. Die allermeisten davon wurden von Foti Fränzel gemacht, welcher am Samstag persönlich der Redaktion die Ehre erwies. Franz Kälin senior, oder eben besser bekannt als Foti Fränzel, hätte wohl den ganzen Tag dort sitzen können und unzählige Anekdoten zu den vielen Bildern erzählen können. Die Besucher hatten grosse Freude an der Sammlung von alten Häusern, die Jüngeren wunderten sich, wie es früher in Einsiedeln aussah und welcher Betrieb in welchem Haus beheimatet war. Die Älteren schwelgten in Erinnerungen und tauschten sich rege aus.

Ebenfalls auf grosses Interesse stiess eine kleine Auswahl an EA-Jahresbänden ab dem Jahr 1872, in welchen die Besucherinnen und Besucher stöberten. Die Besucher fanden teils ihre eigenen Geburtsmeldungen oder Todesanzeigen von längst verstorbenen Verwandten. Die Mitteilung zur Gründung der Goldmäuder wurde von einem Mitglied der Fasnachtgesellschaft gefunden – eben alles, was in Einsiedeln so passiert ist in den letzten 168 Jahren. Einblicke in die Redaktion gab es im oberen Stock. Dort konnte man die Büros unserer Redaktoren sehen, für einmal – und das ist vor allem bei den männlichen Redaktoren der Fall – waren diese sogar aufgeräumt. Auf einem Bildschirm fesselten die Drohnenaufnahmen, welche von unserer Region gemacht wurden, die Leute vor dem Bildschirm und so manch einer meinte, wie schön wir es doch in unserer Region haben, und dass man doch gar nicht vereisen müsse, wenn man das jetzt so sieht.

 

Einsiedler Anzeiger / Lukas Schumacher

Autor

Einsiedler Anzeiger

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Publiziert am

21.04.2026

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